Bauliche Keimzelle der Anlage ist das Findorffhaus. Der Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720-1792) erweiterte 1753 das ehemalige Amtshaus des Klostervogts. Findorffs maßgebliche und für diese Region entscheidende Leistung bestand in der Vermessung und Kolonisierung des Teufelsmoores.





Heute befinden sich in dem Gebäude, das weitgehend dem Stil eines barocken Patrizierhauses entspricht, verschiedene Schauräume. In ihnen spiegelt sich die bürgerliche Wohnkultur und die Industriegeschichte der Region wider. Charakteristische gewerbliche Zweige, wie die Tuchmacherzunft, die Stellmacher, Stielmacher, Seiler, Imker, Reepschläger und die Zimmerleute werden anschaulich vorgestellt. Es gibt eine Zigarrenmacher- und eine Schuhmacherwerkstatt. Ein anderer Schwerpunkt ist die Ur- und Frühgeschichte. Hier werden Geräte und Waffen der steinzeitlichen Nomaden und bedeutende Urnenfunde gezeigt. Ein besonderes Kleinod sind die Elfenbeinschnitzereien von Stendorf aus dem 3. Jahrhundert.